Die Zukunft selbst bestimmen

„Am liebsten würde ich etwas ganz anderes machen…“, sagen meine Kunden, wenn sie im Coaching an den Punkt gelangen, wo sie erkennen, dass das, was sie wollen und das, was sie tatsächlich tun, weit voneinander abweichen. Alleine die Formulierung „Am liebsten“ sticht mir dabei ins Auge. Irgendwie habe ich den Eindruck, erwachsene Personen gestehen sich selten zu, etwas nur zu tun, weil sie es mögen. Wir verlieren im Laufe der Zeit scheinbar die Fähigkeit, aus einem Gefühl heraus zu entscheiden – ohne Logik, Strategie oder aus Vernunft.


Über das Bauchgefühl zum Handeln kommen

Ich habe einmal gelesen, Blau sei die Farbe, die Kompetenz ausstrahlt. Seitdem sehe ich Menschen in blauer Businesskleidung anders. Warum eigentlich? Kann es nicht sein, dass auch ein Banker einfach gerne die Farbe Blau mag? Je mehr wir lesen, lernen, hören, desto mehr Gründe gibt es, etwas zu tun oder nicht zu tun. Einerseits ist das gut, um den rationalen Aspekt einer Entscheidung fundiert betrachten zu können. Andererseits: Wenn wir nie etwas über unser Bauchgefühl oder unsere Intuition lernen, fällt ein wesentlicher Aspekt unseres Daseins bei unserer Entscheidungsfindung herunter.

Gefühl und Intuition erlernen sich durch Erfahrung. Wissen – also Rationalität – ist Theorie. Erfahrung, das ist die Praxis. Machen ist die Devise!

Mit Theorie und Praxis ist es so eine Sache

Und so kommt es wohl, dass das, was wir am liebsten machen, nicht das ist, was wir tatsächlich tun. Wir tun stattdessen etwas, das theoretisch absolut zu uns passt, aber praktisch eben nicht. Oder eben nur über einen begrenzten Zeitraum. Klar, es gibt Dinge, die müssen einfach gemacht werden. Spülen zum Beispiel oder Behördengänge, Einkaufen und auch Geld verdienen. Aber wie wir es gestalten, diese Dinge zu tun bzw. was wir zum Ausgleich tun, darauf kommt es an. Du kannst einen Job haben, der dich nur nervt und der nicht zu dir passt. Entscheidend ist, ob du etwas anderes in deinem Leben hast, das dich erfüllt, das dich glücklich macht. Und entscheidend ist auch, dass du dir zugestehst, wenn du den Job nicht mehr machen kannst.

Es ist deine Zeit

Nimm dir bei deinen Entscheidungen Zeit, ein Gefühl zu entwickeln. Zu erkennen, wonach du eigentlich Sehnsucht hast. Und dann gestalte dein Leben: mit Sinn und Verstand, mit einem guten Bauchgefühl. Wie kommst du eigentlich dazu, das zu tun, was du tust?

Sabine