Hängt ganz davon ab …

Es gibt Menschen, die sind so wichtig, dass ihre Laune und ihr Verhalten ausschlaggebend dafür sind, wie die eigene Laune und das eigene Verhalten sind. Die Worte dieser Menschen können verletzender sein, als die von jedem anderen Menschen dieser Erde. Ihr Handeln wirkt sich unmittelbar aus: Es ist relevant, was derjenige mit sich oder mit anderen macht.


Nichts ist mehr gut
Streit oder Unstimmigkeiten mit einem dieser Menschen zu haben ist so belastend, dass es körperlich schmerz. Alle Gedanken gehen in diese Richtung: Wie bekommen wir das Problem wieder gelöst? Die Konzentration leidet, die Stimmung sowieso und irgendwie ist alles schief.

Diese Umstände führen gelegentlich dazu, dass wir uns zum Narren machen. Wir wünschen uns so sehr, dass sich die Lage wieder normalisiert, dass wir uns nicht so souverän zeigen, wie wir es eigentlich könnten.

Was es braucht, ist Distanz, um einen Überblick über die Lage zu bekommen. Zum Beispiel so:

Die gute Nachricht: In der Regel nehmen wir uns zu wichtig und möglicherweise hat derjenige einfach gerade hundertfünfzig andere Baustellen. Seine Laune und sein Verhalten sind ein Ergebnis aus der Summe der Themen, die ihn beschäftigen.

Auszeit: Teile dir deine Zeit ein, wann du dich mit der Situation befasst und wann du dich auf anderes konzentrierst. Ähnlich wie beim Sport sind Pausen wichtig, um danach wieder etwas besser zu sein – also klarer zu denken.

Schreib-Stopp: Schreibe alle deine Gedanken ungehemmt auf, aber schicke sie nicht ab. Der andere ist zwar der Gegenstand deiner Überlegungen, er muss aber nicht jeden Millimeter deiner Gefühlswelt ungefiltert um die Ohren gehauen bekommen. (Was im Übrigen auch ziemlich unsexy ist.) Er ist der falsche Empfänger dafür.

Hosen runter: Sag demjenigen, dass er dir wichtig ist. Oder dass es dir wichtig ist, ein gutes Verhältnis zu demjenigen zu haben. Denn das ist der Dreh- und Angelpunkt: Jemand, der dir egal ist, beschäftigt dich nicht.

Ich wünsche gutes Gelingen,

Eure Sabine