Wo anfangen, wenn alles Kopf steht

Der größte Feind in stressigen Situationen ist die Emotion. Sie verleitet dazu, nicht nach Struktur oder nachvollziehbaren Prioritäten zu handeln. Handlungen werden konfus vorgenommen und wir agieren planlos. Damit vergrößern wir das Chaos entweder, oder wenn es gut läuft, erhalten wir den Status quo aufrecht. Wir machen uns so das Leben schwerer als es eigentlich ist.


Was Emotionen mit uns machen ...
Emotionen können zu Vermeidungsverhalten führen: Nie war ein langer Lerntag für eine Prüfung so gut geeignet, um mal wieder gründlich die Wohnung zu putzen. Emotionen können ein schlechtes Gewissen auslösen: „Eigentlich müsste ich dies oder das schon längst erledigt haben.“ Oder Zweifel in uns wecken: „Das schaffe ich niemals.“

Was tun, wenn wir das nicht mehr wollen?
Also, auf zum Gegenangriff. Schreibe alles auf, was du tun willst. Eine beliebig lange Liste mit beliebigen Punkten. Es können Handlungen oder auch Themen sein. Handlungen sind etwas leichter abzuschließen, Themen, wie zum Beispiel „Ich will aufhören meinem Freund nachzutrauern“ wären da schon etwas größere Projekte. (Dazu kannst du übrigens mehr in meinem Buch „Master of Desaster“ lesen, das im November im Buchhandel erscheint.)

Nun schaue dir die Punkte an und suche dir nach den folgenden Kriterien heraus, womit du anfängst:

  1. Finde Quick Wins
    Was bringt mit sehr wenig Aufwand sehr viel Nutzen für deine Situation? Damit fängst du an.

  2. Unterteile nach dringend und wichtig
    Dringend ist etwas, dass zwingend einen kurzfristigen Handlungsbedarf erfordert. Wichtig ist etwas, dass eine hohe Bedeutung hat. Dann erledigst du die Punkte in der Reihenfolge
    • Dringend und wichtig: Sofort selbst machen und weiter mit
    • Dringend, aber nicht wichtig: Kann vielleicht kurzfristig jemand anderes den Punkt erledigen?

  3. Was davon geht schnell
    Was braucht sehr wenig Aufwand und kann also zügig die Liste verkürzen? (Dazu gehört sicher auch das oben erwähnte Dringend, aber nicht wichtig. Delegieren an einen anderen kann eine Sache von Minuten sein ;))

  4. Was davon geht einfach
    Was machst du gern oder was kannst du gut, sodass du einfach keinen Widerwillen hast es zu tun.

Aller Anfang ist schwer – oder vielleicht auch nicht.

Happy beginning,
Sabine